[TYPO3-german] Gifbuilder und JPG

JoH info at cybercraft.de
Sat May 20 02:01:36 CEST 2006


>>> Also erstmal Vielen Dank,
>>> Ich nutze Typo 4.0 mit PHP 4.3.10 auf Suse 9.3
>>> Punkte 1 bis 5 funktionieren
>>> Haken sind gesetzt (habe vorsichtshalber 3 mal nachgeschaut)
>>> selbst PDF und Ai funktioniert
>>> und habe jetzt auch jpg quality auf 100 gesetzt und den Cache mache
>>> ich auch immer schön leer.
>>
>> http://wiki.typo3.org/index.php/GIFBUILDER_QUALITY
>> Die wichtige Stelle ist: "if you have gdlib2 available"
>> Wenn nicht, brauchst Du den Rest gar nicht erst lesen ;-)
>>
>> Die zweitwichtigste Stelle ist diese:
>> "Never use JPG or GIF as source files for the GIFBUILDER"
>>
>> Lesen -> Nachbauen -> Testen -> Rückmeldung ;-)

> "Never use JPG or GIF as source files for the GIFBUILDER"
>
> finde ich völlig realitätsfern, oder meinst du wirklich der Redakteur
> soll seine Fotos immer erst in png konvertieren bevor er diese durch
> den Gifbuilder jagt. Bei mir funktioniert JPG und GIF als source
> wunderbar und er zeigt mir die jpgs in truecolor an.

Der Redakteur sollte seine Fotos überhaupt nicht konvertieren müssen (und
schon gar nicht in PNG) sondern diese direkt in einem professionell
verwertbaren Format vorliegen haben.

Das ist alles andere als realitätsfern, immerhin bin ich seit 1989 im
Geschäft der professionellen Bildvearbeitung tätig und weiß wovon ich rede.
Wenn ich ein JPG, ein GIF oder ein 8bit PNG als Original verwende und daraus
ein GIF oder JPG File erzeuge, das nur geringfügig andere Abmessungen hat,
wird die Qualität deutlich schlechter.

Grund:
Alle diese Formate arbeiten mit einer verlustreichen Komprimierung und
beinhalten sogenannte Artefakte, die bei der Skalierung durch den GIFBUILDER
verstärkt werden.
Der Effekt tritt sowohl bei Vergrösserungen als auch bei Verkleinerungen
auf, jedoch ist er bei Vergrösserungen deutlich stärker.
Besonders übel macht sich der Effekt bei Farbverläufen bemerkbar, wie sie
gern für Hintergründe in Buttons oder Überschriften verwendet werden.
Zusätzliche Qualitätseinbussen gibt es je nach verwendeter
JPG-Qualitätsstufe bzw. GIF Farbenanzahl und Dithering-Einstellungen im
Original.

Das muß aber gar nicht sein denn:
TYPO3 beherrscht per Default die Verarbeitung von 24bit TIF Daten, die in
der professionellen Bildbearbeitung deshalb bevorzugt werden, weil sie die
Daten verlustfrei speichern, bzw. eine verlustfreie Komprimierung
ermöglichen, wenn Du sie als LZW TIF abspeicherst. Wenn Du also eine TIF
Datei als Original verwendest, wird das Ergebnis nur die Artefakte
enthalten, die durch die Bearbeitung im GIFBUILDER und die nachfolgende
verlustreiche Speicherung als JPG oder GIF. Die Qualität ist dadurch
deutlich besser. Falls Du den GIFBUILDER auf png als Ausgabe festlegst und
zusätzlich die truecolor Option im Installtool setzt, wird das beste
Ergebnis erzielt, jedoch ist die Dateigröße dann eher indiskutabel
hinsichtlich des Traffics.

Fazit:
24bit TIF oder ggf. andere verlustfreie Formate wie z.B. 24bit BMP (was aber
eher ungebräuchlich ist) als Vorlage sind recommended, wenn Du die maximal
mögliche GIFBUILDER Qualität haben möchtest.
Für Fotos sollte die Ausgabe auf JPG gestellt werden und die Qualität im
Installtool auf mindestens 85 (Default ist leider immer noch 70).
Grafische Header mit einfarbigem Hintergrund an den Rändern der Grafik
sollten als GIF gespeichert werden, weil dann kaum Farbunterschiede zwischen
den eventuell verwendeten Hex-Werten in GIFBUILDER und im CSS der Seite zu
bemerken sind, was bei JPGs leider nicht immer der Fall ist.
Alle Originale sollten mindestens so groß sein, wie die gewünschte Ausgabe.
Die doppelte Größe kann bei verlustreich gespeicherten Originalen den
Qualitätsverlust minimieren. (Ideal wäre die exakte Doppelte Größe, weil
dann für die Berechnung eines Ausgabepixels exakt 4 Eingabepixel zur
Verfügung stehen, was Unschärfen minimiert)

Wenn der Redakteur allerdings an einer Seite arbeitet, deren Budget keine
professionell gemachten Fotos zuläßt und daher z.B. die eigene Digitalkamera
aus dem Supermarkt verwendet, macht es sicherlich keinen Sinn, die von
dieser Kamera erzeugten JPG Daten vor dem Upload nochmals zu konvertieren,
weil die Artefakte ja bereits in der Datei enthalten sind. Dann darf er sich
aber auch nicht über die Qualität der erzeugten Bilder beschweren.

Joey

-- 
Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten!
(If you have no clues: simply shut your knob sometimes!)
Dieter Nuhr, German comedian
openBC: http://www.cybercraft.de





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