[TYPO3-german] Lügen über TYPO3
Joerg Wagner
jwagner at digilog.de
Tue May 2 12:13:49 CEST 2006
Hallo Michael,
> Die Argumentation "TYPO3 kostet doch mehr als XYZ, weil man teuer schulen
> muss" hinkt doch sehr, weil die Schulung bei *jeder* Software nötig ist
> und nach meinen Erfahrungen mit einem schön konfigurierten BE TYPO3 eher
> in *sehr* wenig Zeit geschult werden kann.
das stimmt. Nur hat hier niemand diese Argumentation vertreten. Auch der
zitierte Artikel tut das nicht.
Diskutiert wird vielmehr, dass es (sehr viele) Anwendungsfälle gibt, in
denen weniger komplexe Systeme kostengünstiger im Einsatz sind, da deren
Funktionsumfang für die gestellte Aufgabe ausreichend ist. Wenn ich mich
recht erinnere vergleicht selbst Kasper in einer seiner Dokus Typo3 mit
einem Flugzeugträger, und warnt davor, ihn einzusetzen, wenn ein Fahrrad
genügen würde.
Jetzt aber mal eine Kritik an den Kritikern. Was mich regelmäßig erschreckt,
ist diese fundamentalistische Energie, die ich spüre, wenn irgendwer es
wagt, zu sagen, dass Typo3 nicht das richtige Werkzeug für alle Probleme
dieser Welt ist, dass es in bestimmten Konstellationen Nachteile mit sich
bringt, oder dass andere Systeme je nach Kontext besser oder billiger sein
können. Wagt man diese Aussage, so hat man sofort Postings vom Kaliber
Gerhards am Hals, die scheinbar kaum den Text der Nachricht lesen, sondern
einfach auf Schlüsselworte reagieren und losschießen. Das hat - wie ich
schon sagte etwas religiös-fanatisches. Und wohin das in letzter Konsequenz
führt brauche ich wohl nicht zu erläutern. Warum wohl hat Jury hinter sein
Posting schon vorsorglich "PS: bitte nicht mit 'Buuuuuuuuu...'-Schreien mit
Abfällen werfen." schreiben müssen?!?
Ok - das genügt jetzt aber wirklich zu diesem Thema. Ich werde mich jetzt
raushalten.
--
Gruß,
Jörg Wagner
"Michael Scharkow" <mscharkow at gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:mailman.1.1146558925.25728.typo3-german at lists.netfielders.de...
> Joerg Wagner wrote:
>
>> Nein, es geht hier einfach um Überlegungen zur Total-cost-of-ownership
>> eines Produktes. Und dabei ist der Anschaffungspreis nur einer von vielen
>> Faktoren. Je nach Kontext kann ein günstiges oder kostenloses Produkt
>> dabei sehr teuer werden und eine teures eher günstig.
>
> Gerhards Einwand ist trotzdem sinnvoll, weil er zu Recht darauf hinweist,
> das gerade auch kommerzielle Software teuer in der Schulung werden kann,
> und *dann* zahlt man eben doppelt. Die Argumentation "TYPO3 kostet doch
> mehr als XYZ, weil man teuer schulen muss" hinkt doch sehr, weil die
> Schulung bei *jeder* Software nötig ist und nach meinen Erfahrungen mit
> einem schön konfigurierten BE TYPO3 eher in *sehr* wenig Zeit geschult
> werden kann.
>
> Fakt ist doch auch, dass häufig Schulungs- und Einarbeitungskosten zu
> Windows und Office *nicht* in solchen TCO-Studien auftauchen, weil diese
> Kosten zu 90% von den Nutzern privat, von öffentlich finanzierten Schulen
> und Universitäten, etc. getragen werden, d.h. nur für die Firmen kostenlos
> sind. Da TYPO3 nun mal keine Software von der Stange ist, sind die
> Schulungskosten natürlich höher (weil > 0).
>
> Cheers,
> Michael
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